Ich hab mir den HBP90BK als gĂĽnstigen "Eben-mal-so-zwischendurch"-Bass gekauft, der immer griffbereit in der Ecke steht.
Dank der kurzen Mensur etwas kürzer geraten, ist er auch in unserem Kleinwagen leicht neben dem Urlaubsgepäck verstaubar und versüßt mir somit die sonst Instrumenten-freie Zeit.
Die Verarbeitung des HBP90BK zeigt Licht und Schatten, aber mit deutlichem Ăśbergewicht des Lichts!
Der Hals macht einen guten Eindruck, ebenso die BĂĽnde, das Griffbrett, die Hardware und die Lackierung. Unglaublich, was einem da fĂĽr das biĂźchen Geld geboten wird.
Die Tonabnehmer sind passabel, hauen einen nicht um, aber sind auch nicht grottenschlecht.
Die Fräsung der Tonabnehmer und der Halstasche sind allerdings etwas unpräzise ausgeführt worden. Die Saiten laufen nicht mittig über die Polepieces und in der Halstasche kann man zur Not ein dünnes Plek verstecken. Der Hit ist das nicht, aber in Anbetracht des Preises kann man auch da ein Auge zudrücken. Andere Hersteller liefern solche Qualität bei einem 500-EUR-Bass.
Klanglich erwarte ich vom HBP90BK keine Wunder und sicher keinen fein artikulierten Holzton eines 4000-EUR-Basses vom Instrumentenbauer. Somit werde ich auch ganz und gar nicht enttäuscht: Der HBP90BK liefert einen ordentlichen bassigen Ton, der alle notwendigen Frequenzbereiche ausfüllt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem tragfähigen Begleitsound, der sich aber wie gewohnt durch Spielweise und Anschlagposition variieren lässt.
Spielen läßt er sich sehr bequem. Die kurze Mensur ist ein "einfaches Geläuf". Die Saitenlage ist komfortabel niedrig, die Korpusform ergonomisch, der Bass gut ausbalanciert.
Tja, was soll man sagen?
Es ist schlichtweg der Hammer, was einem mit dem HBP90BK fĂĽr die paar Euros geboten wird.
Als Einsteigerbass, gerade fĂĽr Kinder, Frauen, kleine Leute, oder als Zwischendurch-Zocken-Bass bietet der HBP90BK eine gute Performance.
Ich hab immer wieder 'ne Menge SpaĂź mit ihm!